12.10.2018

Aussenministerin Aurelia Frick trifft ihren deutschen Amtskollegen Heiko Maas in Berlin

Am 12. Oktober trafen die liechtensteinische Aussenministerin Frick und der deutsche Aussenminister Maas zu einem Arbeitsgespräch im Auswärtigen Amt in Berlin zusammen. Es war das erste offizielle bilaterale Treffen, seit Heiko Maas (SPD) im März den Posten des Aussenministers übernommen hatte. Ministerin Frick unterstrich die Bedeutung einer engen Partnerschaft mit Deutschland für Liechtenstein. Neben der Schweiz und Österreich ist Deutschland der wichtigste bilaterale Partner in Europa.

Deutschland und Liechtenstein arbeiten auf den unterschiedlichsten Ebenen eng zusammen. Die Kooperation reicht vom Austausch über finanzmarktpolitische und wirtschaftliche Fragen bis hin zu gemeinsamen Kultur- und Bildungsprojekten. Die gemeinsame Zugehörigkeit zum deutschen Sprach- und Kulturraum sowie die ähnlichen, von internationaler Solidarität geleiteten Zielsetzungen in multilateralen Organisationen wie den Vereinten Nationen sind Grundpfeiler für ein vertrauensvolles Verhältnis.

Aussenministerin Frick und Aussenminister Maas forderten, dass der Multilateralismus gestärkt wird in einer Zeit, die von Konflikten und Fragmentierungen geprägt ist. Aurelia Frick machte auf die wirtschaftlichen Bezugspunkte zu Deutschland aufmerksam, beispielsweise dass liechtensteinische Unternehmen rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen haben. Die Aussenminister unterhielten sich auch über Europa und die Herausforderungen des Brexit.

Besuch in Hamburg

Aussenministerin Frick nutzte ihren Aufenthalt in Deutschland für einen Besuch in der Freien Hansestadt Hamburg. Sie wohnte einem Konzert des Liechtensteiner Ensemble Esperanza im Kleinen Saal der Elbphilharmonie bei. Das preisgekrönte Ensemble, das 2015 durch die Internationale Musikakademie in Liechtenstein gegründet wurde, begeisterte als erstes Musikensemble Liechtensteins an vier ausverkauften Konzerten in einer der berühmtesten Konzerthallen Deutschlands. Daneben nahm die Ministerin als Referentin an einem Aussenpolitischen Salon teil, der von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt veranstaltet wurde. Unter dem Titel „Gute Nachbarschaft zur Europäischen Union - was heisst das für Liechtenstein?“ skizzierte die Ministerin die liechtensteinische Europapolitik.

Im Aussenpolitischen Salon in Hamburg sprechen regelmässig hochrangige Politikerinnen und Politiker aus ganz Europa über die Rolle Deutschlands in der Welt. Nach ihrem Impulsreferat diskutierte Aussenministerin Aurelia Frick mit Elisabeth Motschmann, Mitglied des deutschen Bundestags, wie sie die Entwicklungen in Europa sehen und wie mit Herausforderungen beispielsweise des Brexits umzugehen ist.

Der Besuch in Hamburg wurde abgerundet durch einen Höflichkeitsbesuch beim Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Ausserdem traf sich Aussenministerin Aurelia Frick mit Abgeordneten des Bundestags. Die Politikerinnen verschiedener Parteien begrüssten den Austausch, um unter anderem über die Rolle der Frauen in der Politik zu resümieren.

Ministerin Frick zog eine sehr positive Bilanz ihres Deutschlandbesuchs und sagte: „Es freut mich zu sehen und zu spüren, dass unserem Land Interesse und Respekt entgegengebracht wird und dass die bilateralen Beziehungen inzwischen sehr eng sind. Dazu trägt nicht nur unser Engagement im deutschsprachigen Raum, in Europa und auf internationaler Ebene bei, sondern auch der kulturelle Austausch, wie ich in der Hamburger Elbphilharmonie so eindrücklich miterleben durfte.“

    Aussenministerin Aurelia Frick und ihr deutscher Amtskollege Heiko Maas betonten die Bedeutung des Multilateralismus (Quelle: Felix Zahn)


    In Hamburg traf Aussenministerin Aurelia Frick den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (Quelle: Senatskanzlei Hamburg)


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